Das PJ-Logbuch

Seit 2013 schreibt die Approbationsordnung vor, dass die Ausbildung im PJ anhand eines Ausbildungsplans zu erfolgen hat. Damit ist das Führen eines Logbuches an allen Medizinischen Fakultäten Pflicht. Die Logbücher unterscheiden sich bundesweit teilweise erheblich, aber allen ist gemeinsam, dass sie Lernziele zur Orientierung vorgeben und den Lernfortschritt im PJ strukturieren.

Auf den folgenden Seiten finden Sie Wissenswertes zu den Inhalten, zur Nutzung und zu einem neuen Konzept sowie hilfreiche Tipps, wie Sie das Beste aus dem Logbuch herausholen.

 

Welches Logbuch gilt für mich, wenn ich im In- oder Ausland unterwegs bin?

Bei Ausbildungsabschnitten im Inland gilt immer das Logbuch der Gastuniversität. Es schadet aber nichts, wenn Sie auch das Logbuch Ihrer Heimatfaktultät kennen, denn dort werden Sie am Ende geprüft. Im Ausland gilt für Sie das Logbuch Ihrer Heimatfakultät.

"Das Logbuch ist, was du daraus machst"

Wenn die Studierenden und die Lehrenden das Logbuch nur als lästige Abhakaufgabe sehen, kann es nicht viel bewirken. Wie geht man also mit dem Logbuch richtig um?

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Sie sollten sich direkt am Anfang eines Ausbildungsabschnittes einen Überblick über den Aufbau, die enthaltenen Lernziele und Dokumentationsmöglichkeiten des Logbuches verschaffen.

Haben Sie dabei im Hinterkopf, dass Sie die aufgeführten Lernziele spätestens in einem Jahr als Berufsanfänger/in beherrschen sollten.

Nutzen Sie einen ersten Blick ins Logbuch auch für eine kurze Selbsteinschätzung: Habe ich durch vorangegangene Praktika bereits für einige Lernziele Erfahrungen und Routine sammeln können oder starte ich bei Null? Setzen Sie daher für sich Proritäten, was Sie in diesem Ausbildungsabschnitt noch unbedingt lernen wollen und müssen.

Eigeninitiative ist gefragt

Warten Sie nicht darauf, dass die ausbildenden Ärzte/-innen die Inhalte des Logbuches mit Ihnen durchgehen möchten, sondern suchen Sie aktiv das Gespräch.

Kümmern Sie sich rechtzeitig um verbindliche Terminabsprachen mit den passenden Ansprechpersonen für die erforderlichen Ausbildungsgespräche (Anfangs-/Zwischen- und Abschlussgespräche) und bereiten Sie sich anhand der Gesprächsleitfäden im Logbuch darauf vor.

Fordern Sie die Umsetzung der im Logbuch geforderten Ausbildungsinhalte, z.B. eine eigenständige Patientenbetreuung, unbedingt ein. Warten Sie damit nicht bis zum Ende Ihres Ausbildungs- abschnittes und holen Sie sich regelmäßig persönliches Feedback ein!

Fortschritte kontrollieren und dranbleiben

Sie haben das Gefühl, Ihr PJ läuft gut und Sie lernen etwas dazu? Super! Trotzdem: Schauen Sie mindestens einmal pro Woche ins Logbuch und besprechen Ihren Fortschritt mit Ihren ausbildenden Ärzten/-innen.

Empfehlenswert ist es, sich bereits im Anfangsgespräch über die gegenseitigen Erwartungen auszutauschen und eine Strukturierung und Priorisierung der Lernziele vorzunehmen.

Kontrollieren Sie regelmäßig, ob Sie noch auf Kurs sind oder ob Sie Ihre Strategie ggf. anpassen sollten, weil einige Lernziele bisher zu kurz gekommen sind. Nutzen Sie auch hier neben der Dokumentation im Logbuch den Kontakt zu den ausbildenden Ärzten/-innen.

Ihre Meinung ist gefragt!

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